Unser Kolloquium im August: Kaiserslautern/Pirmasens

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Position – Die Mauer muss fallen

katja_ret-200x300Von Katja Bohnet

Du kannst als Schriftstellerin nur Feministin sein. Die Frauen, die es noch nicht sind, werden dazu. Noch nie habe ich Frauenfeindlichkeit so subtil wie im Literaturbetrieb erlebt. Es ist diese salonfähige, höfliche Misogynie. Mir hat, seitdem ich schreibe, nie ein Mann an die Brust gegrapscht oder sexuelle Gefälligkeiten eingefordert. Nie. Aber Männer erklären dir nett die Welt. Männer zeigen dir höflich, wo dein Platz ist. Männer loben dich, halten dir die Türe auf, aber sie lesen deine Romane nicht. Männer benutzen für deine Arbeit schwache Worte und Verben, für die Arbeit ihrer Buddys nicht. Viele Männer sind schlecht vorbereitet, wenn sie mit dir zusammen arbeiten. Manche Männer ignorieren dich auf eine höchst charmante Art.
Natürlich sind nicht ALLE Männer so. Aber die überwiegende Mehrheit, zu viele allemal.
Diese bunt und fröhlich angemalte Mauer, die dort steht, weil sie schon so lange dort ist, diese Mauer muss fallen.
Kaum zu glauben, wie lange sich diese dezente Frauenfeindlichkeit schon hält.
Romane von Männern werden vorgestellt und besprochen.
Schriftstellerinnen schauen zu.
Männer empfehlen Männer.
Schriftstellerinnen sehen zu.
Männer werden als Professoren, Redner und Dozenten eingestellt.
Im Publikum sitzen mehrheitlich Frauen und hören zu.
Männer schreiben über Männer.
Frauen kaufen und lesen ihre Texte.
Männer besetzen leitende Positionen.
Frauen arbeiten zu.
Männer moderieren Sendungen und laden Männer dazu ein.
Frauen sehen zu.
Auf Männer hört die Welt.
Frauen hören zu. Weiterlesen

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#verlagegegenrechts

Wie Zoë Beck #verlagegegenrechts initiiert, mitorganisiert, mitgestaltet und erlebt hat … Ein voller Erfolg war und ist das Projekt.

Zoë Beck

Es war fürchterlich anstrengend. Das Bündnis auf die Beine zu stellen und sich quasi von Tag 1 an gegen Anfeindungen (aus allen Richtungen) wehren zu müssen, die Veranstaltungsreihe „Die Gedanken sind bunt“ mit 13 Podien zu planen, Materialien zu organisieren, Interviews zu geben, Kampagnenarbeit zu leisten … Natürlich war es anstrengend. Dazu die Anspannung, die durch die täglich eintreffenden Drohungen (von Rechts) beständig wuchs, und ganz nebenbei haben alle von uns noch ihre übliche Arbeit zu leisten. Kurz vor der Messe hätten wir schon Urlaub gebraucht, ein halbes Jahr mindestens, einsame Insel, von mir aus auch Finnland, da sprechen die Menschen wenigstens nicht so viel.29315196_557763147929902_8758297322888101888_n

Und jetzt, hinterher, sind wir glücklich und froh und irgendwie auch ein wenig stolz, dass alles so wundervoll gelaufen ist, viel besser, nein: sehr viel besser, als wir auch nur zu hoffen gewagt hatten.

Die Kundgebung auf dem Augustusplatz am Mittwoch vor der offiziellen Eröffnung…

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Leipzig liest kriminalistisch – Und wir sind hier:

b1Lesung und Diskussion

 Wir sind auf der Leipziger Buchmesse!

HERLAND ist ein Netzwerk von Frauen, die an unterschiedlichen Orten der kriminalliterarischen Buchproduktion wirken. Sie verstehen sich als politisch, feministisch, gottlos, aufbrechend, gegen rechts, antikapitalistisch, antipatriarchal und erfolgreich.
Allen Autorinnen ist der feministische Ansatz gemeinsam. Literatur von Frauen, gerade mit politischen Themen, verdient mehr Aufmerksamkeit, als ihr momentan zuteil wird. Deshalb gibt es auch dieses Blog mit Essays, Storys, Literaturempfehlungen, Satirischem, geschrieben mit einem kritisch-weiblichen Blick auf die Welt.

Ort: Central Kabarett, Krimikeller, Markt 9, 04109 , Leipzig (Zentrum)
Wann? 21:00 bis 23:00 Uhr
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8. März – Internationaler Frauentag

Danke für die Blumen, Jungs!

 

narz

Wir nehmen gern noch gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Interessenausgleich in den Familien, gesellschaftliche Positionen inklusive der Verantwortung und Hühnersuppe mit dazu. Falls das gelingt, kommt im nächsten Jahr der ganz große Strauß zu Euch!

narz1

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“I am sick of the silence of women.”

In memoriam Ursula K. Le Guin.

Macht korrumpiert nicht nur, sie macht abhängig. Arbeit wird zu Zerstörung. Nichts wird aufgebaut. Gesellschaften verändern sich mit und ohne Gewalt. Neuerfindung ist möglich. Aufbauen ist möglich. Was für Werkzeug haben wir zum Aufbauen außer Hämmern, Nägeln und Sägen – Bildung, Denken lernen, Lernen lernen?

Gibt es tatsächlich Werkzeuge, die noch nicht erfunden sind, die wir erst noch erfinden müssen, um das Haus zu bauen, in dem wir unsere Kinder leben sehen wollen? Können wir von dem ausgehen, was wir schon wissen, oder hält uns das, was wir schon wissen, davon ab, zu lernen, was wir wissen müssen? Um zu lernen, was die nichtweißen Leute, die Frauen, die Armen zu lehren haben, um das Wissen zu lernen, das wir brauchen – müssen wir da alles bisherige Wissen verlernen, das der Weißen, der Männer, der Mächtigen?

Le Guin

 

Quelle:
https://www.brainpickings.org/2016/05/06/ursula-k-le-guin-freedom-oppression-storytelling/

 

Photographed by William Anthony

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Wahrnehmungsstörungen – Kritik an Kritik

Von Katja Bohnet

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Einstieg für einen Thriller. Schwarzes Cover, der Titel: „Unsere Realität“.

Das Krimi-Debüt eines Schriftstellers wird in den ersten Wochen von mehreren Zeitungen und Sendern besprochen. Dafür müssen Frauen mindestens acht Kriminalromane schreiben. Es empfiehlt sich ein strategisch günstiger Verlagswechsel nach dem sechsten Roman, am Besten zu einem literarischen Haus, kein reiner Publikumsverlag. Wenn Sie sich jetzt fragen, was genau „literarisch“ ist, erwarten Sie von mir keine Erklärungen. Weil ich es Ihnen nicht sagen kann. Vermutlich möchte Ihnen jemand weismachen, dass hier „Literatur stattfindet“, ein hochwertigeres Klassement, andernorts nicht. Was das „andere“ ist, bleibt unklar. Weichkäse, Holzfurnier, verdünntes Bier, suchen Sie sich etwas aus. Der Roman des Schriftstellers wird jovial von den männlichen Kritikern rezensiert. Starkes Stück, hart und schonungslos. Typ ist am Ende, rettet unglückliche Frau. Held schlägt sich durch karge Kopie - DSC_0914.JPGLandschaft oder Stadt bei Nacht, Wetter schlecht. Noir. (Nichts gegen Noir. Auf die Gründe für Ihre Zuneigung kommt es an.) Held hört Blue Note, Best of Jazz oder Bob Dylan. Dazu noch eine Prise Breaking Bad. Oder Action, bis die Schwarte kracht. Superhelden, Superschurken. Mehrheitlich kommen Männer als Figuren vor. Gesprochen wird, wie Männer sich vorstellen, dass echte Männer sprechen. Come on! Das riecht doch nach Klischee. Primärreflexe (Männchen machen, Klatschen, Klicken) lösen die Worte Fauser und Faulkner aus. Kritik kann manchmal unglaublich Stammtisch sein. Männer neigen zur Gruppenbildung, besonders abendlich. Rauer, herzlicher Ton. Männerthemen. Theke, Alkohol. Da spielt man sich die Bälle zu. Angenehm, wenn das eigene Lebensgefühl, die eigene Identität bestätigt wird. So kann auch Kritik klingen.
Natürlich sind Kritiker total unabhängig.
Das Geschlecht interessiert sie nicht.
Sie schauen selbstverständlich nur auf Qualität. Weiterlesen

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Die „Neue Rechte“ auf der Couch

Vorweg und bevor Missverständnisse entstehen:

Dies ist ein Modell! Ist ein Modell! Ist ein Modell!

Es ist natürlich „verboten“ Psychodiagnostik auf gesellschaftliche Phänomene anzuwenden. Deswegen vereinfache ich hier unzulässig und nenne den „Neuen Rechten“ einmal Bernd. Als Einzelner kann er anhand seiner Aussagen durchaus auf seine Persönlichkeitsmerkmale hin untersucht werden. Das Ergebnis macht hoffentlich deutlich, weshalb es wenig erfolgversprechend ist, sich mit Bernd auf Diskussionen seiner Ideologie einzulassen.

couch

Wer ist nun dieser Bernd?

Zuerst einmal ist unser Bernd ein Konglomerat, aus unterschiedlichen Gruppen, die sich zeitweise zu Aktionen zusammenschließen, sich nach außen moderat und kreativ geben, tatsächlich aber Rassismus und Nationalismus sozial akzeptabel machen (wollen). Auf diesem Hintergrund wird zu Gewalt ermutigt und gewalttätiges Handeln legitimiert.

Versuch einer Bernd-Analyse mittels des Diagnostiktools OPD2

41-H6ZAZ5BL._SX345_BO1,204,203,200_Begriff: OPD2 = Operationalisierte psychodynamische Diagnostik 2; Mit diesem Tool kann man Psychopathologie darstellen, erfasst wird ausschließlich Dysfunktionalität, das heißt: Was gut gelingt im Leben, gelingt halt. Das ist okay. Soll heißen: Wenn jemand isst, schläft, Hygiene betreibt, einen Tagesrhythmus hat, seine Aufgaben hinkriegt, Beziehungen pflegt, andere Leute nicht schädigt, Freude empfinden kann, ist alles super.

Was bei Bernd direkt auffällt: Er hat diverse Sorgen und Baustellen, ein umschriebener innerer Konflikt ist nicht auszumachen. Man könnte also vermuten, Bernd hat eine Persönlichkeitsstörung, das heißt, er verfügt nicht über ausreichend innere Stabilität, um mit den aktuellen Bedingungen klarzukommen. Nur merkt er selbst das nicht, sondern er ist auffällig in den Punkten: Beziehungen und andere Leute nicht schädigen. Nachfolgend beschreibe ich anhand von Bernds Aussagen (Fußnoten geben die Quellen an), was ich meine.

Produktion von Feindbildern:

„Die One-World-Ideologen wollen nicht ein bißchen politische und kulturelle Gleichschaltung, das war das 20. Jahrhundert, das ist Vergangenheit. Sie wollen die totale anthropologische Gleichschaltung.“[1]

Interpretation: Was für eine seltsame Unterstellung! Das ist es, was Humanist*innen (hier als Ideologen diffamiert) nicht wollen. Vielfalt und Bereicherung oder Koexistenz sind die Ziele. Integration aller Menschen in eine Gesellschaft, nicht Assimilation durcheine Gesellschaft. Diese Unterstellung zeugt von Bernds Problemen in der Objektwahrnehmung. Das Bild des anderen ist durch Projektionen von eigenen Befürchtungen (in diesem Falle die „Gleichschaltung“, also die Auflösung der „Identität“, des Selbst) geprägt. Außerdem wird generalisiert: „die totale …“, eine Formulierung, die mit Hitlers „totalem Krieg“ assoziiert werden kann.

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„Die etablierte Politik und die mit ihnen verbündeten Leitmedien setzen hier auf das bewährte divide et impera, auf die Parole „Teile und herrsche!“ So versucht das Establishment, eine erfolgreiche neue politische Kraft dadurch unter ihre Kontrolle zu bringen, daß sie den augenscheinlich systemferneren Teil stigmatisiert und abtrennt und den systemnäheren Teil umwirbt und assimiliert.“ [1]

Interpretation ähnlich wie oben. Falsche Zuschreibungen im Sinne von Projektionen. Interessenausgleich ist schwierig: die Beziehung – in dem Falle zu den gewählten Vertretern – ist durch das Gefühl der Bedrohtheit eigener Interessen geprägt. Eine Vorstellung von den Interessen des anderen (z.B. eine möglichst unabhängige Berichterstattung) fehlt. Bei gut integrierter Struktur wäre ein Interessenausgleich selbstverständlich.

„6.6 Für ein klares Familienbild – Gender-Ideologie ist verfassungsfeindlich

Die Gender-Ideologie marginalisiert naturgegebene Unterschiede zwischen den Geschlechtern und stellt geschlechtliche Identität in Frage. Sie will die klassische Familie als Lebensmodell und Rollenbild abschaffen. Damit steht sie in klarem Widerspruch zum Grundgesetz, das die (klassisch verstandene) Ehe und Familie als staatstragendes Institut schützt, weil nur dieses das Staatsvolk als Träger der Souveränität hervorbringen kann.

guillotineDie Ideologie des Multikulturalismus gefährdet alle diese kulturellen Errungenschaften. „Multi-Kultur“ ist Nicht-Kultur. Sie löst die Gemeinschaft auf und befördert die Entstehung von Parallelgesellschaften. Dauerhafte existierende Parallelgesellschaften führen sehr oft zu innenpolitischen Konflikten und können letztlich sogar den Zerfall eines Staates bewirken.“[2]

Interpretation: Falsche Zuschreibungen. Versuch, die eigene, unsichere Identität durch festgelegte, quasi naturgegebene (man könnte ebenso gut gottgegebene sagen) Bestimmtheit zu sichern. Die Vielfalt wird als bedrohlich für das Selbst verstanden. Ihr wird unterstellt, das Selbst vernichten zu wollen.

Abwertung:

„Denn mit der AfD konnte sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine politische Kraft in der Bundesrepublik Deutschland etablieren, die für Selbstbehauptung und nicht für Selbstaufgabe steht. Und das in einem Volk, das alt, kinderlos und zukunftsvergessen ist, weil es materialisiert, infantilisiert und neurotisiert wurde. Die Bundesdeutschen sind in meinen Augen eine historisch einmalige Mischung aus Spaßgesellschaft und Schuldgemeinschaft.“[1]

Interpretation: Selbstüberhöhung zu Lasten des anderen: Damit wird eine behauptet progressive Elite (die AfD) dem tumben Volk gegenübergestellt und dieser Elite das Vertrauen ausgesprochen, das Volk aus seiner Lethargie, seinem Neurotizismus und seiner Verkommenheit, die in es hineingepflanzt wurde (das Feindbild ist implizit), herauszuführen, messianisch quasi, und zwar mittels „Selbstbehauptung“, nicht etwa per Selbstwert vermittelter Selbstwirksamkeit.

Mangel an Empathie

„1.12 Vertragsfreiheit bewahren

Die AfD tritt für die Bewahrung bzw. Wiederherstellung der bürgerlichen Selbstbestimmung im Zivilrechtsverkehr ein. Deshalb lehnen wir sogenannte ,,Antidiskriminierungsgesetze“ ab. Zentraler Grundwert einer freiheitlichen Zivilrechtsordnung ist die Vertragsabschlussfreiheit. Das ist die Freiheit jedes Einzelnen, selbst darüber zu entscheiden, ob er mit einem anderen Bürger in rechtliche Beziehungen treten will oder nicht. Unter dem Einfluss der Europäischen Union wird dieses fundamentale Prinzip der Privatautonomie in der deutschen Gesetzgebung Schritt für Schritt zerstört.“[2]

Interpretation: Die Erlebniswelt anderer kann nicht nachempfunden werden. So werden zum Einen Gruppen vereinnahmt („du bist wie ich“, Verschiebung bzw. Aufhebung von Grenzen) und zum Anderen wird das Selbst (hier: die Gemeinschaft) in scheinautonome Individuen zersplittert und entsolidarisiert.

Generalisierung:

„4.3 Organisierte Kriminalität bekämpfen

Die Organisierte Kriminalität muss nachhaltig bekämpft werden. Die aus ihren Straftaten erzielten „Gewinne“ müssen restlos abgeschöpft werden. Da die Mehrzahl der Täter im Bereich der Organisierten Kriminalität Ausländer sind, soll bei begründetem Verdacht die Zugehörigkeit zu einer derartigen Organisation als Ausweisungsgrund eingeführt werden.“[2]

Interpretation: Falsche Zuschreibung und Generalisierung – hier: (Fast) alle Ausländer sind kriminell organisiert. Mangelnde Kenntnis von Organisierter Kriminalität (OK). Geplante Mittäterschaft in der OK – hier: Gewinne abschöpfen, was ja OK wäre! Kriminalität ist ein Hinweis auf eine geringe oder fehlende strukturelle Integration. Und die mangelnde Kenntnis der Zusammenhänge wirkt auch ein wenig ulkig.

Was machen wir nun mit Bernd?

Dies sollen Beispiele sein, die darstellen,  wie wenig Zweck es hat, Bernd von anderen Vorstellungen überzeugen zu wollen. (Es gäbe derer viele und andere mehr.) Er kann es sich einfach nicht leisten – nicht um seiner Selbst willen – sich anderen Argumenten zugänglich zu zeigen. Denn würde er Empathie statt Egozentrismus, Differenziertheit statt Generalisierung, Respekt statt Abwertung und Zuwendung statt Feindbildprägung hinbekommen, wäre Bernd nicht mehr Bernd, sondern ein wirklich netter Kerl, mit dem ich gern ein Bier trinken, über unser aller Haus – die Welt – plaudern und eine gute Nachbarschaft pflegen würde. Da das nun nicht geht, ist es nötig, Bernd zu sagen, dass er sein kann wie er will, nur nicht auf anderer Leute Kosten. Das ist nämlich, wenn Bernd es auch nicht verstehen kann wegen seines Mangels an innerer Struktur, verboten.

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Soll heißen: Da es der „Neuen Rechten“ nicht möglich ist, die Positionen aufzugeben, die Menschen diffamieren, herabsetzen, marginalisieren und mit Gewalt bedrohen, weil sie dann nicht mehr die „Neue Rechte“ wäre, müssen wir, die wir nicht Teil von ihr sind, integrierende, solidarisierende, wertschätzende und allgemein humanistische Positionen dagegensetzen, wenn wir ein gutes Leben haben wollen.

Lasst uns an unserem Gemeinwesen werkeln, die Bausubstanz ist noch gut und den Rest kriegen wir schon. Wollen wir?


[1]Björn Höcke: http://www.bjoern-hoecke.de
[2] Aus dem Wahlprogramm der AfD

 

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Für mein Land

haus u. sonneIch lasse es Euch nicht!

Nicht den Führern,
den Deppen nicht
und nicht den Doofen.
Den Brandstiftern und
den Aufwieglern nicht.
Nicht den Beredten
und nicht den Beseelten.

Zulang hab ich auf Knien gelegen,
auf einem Boden,
der nicht meiner war.
Im Osten wie im Westen.

Zulang im Kopf den Stacheldraht,
Coca Cola-Reklame,
blühende Landschaften,
und  das Vergessen.

Da wird man intolerant.
Da will man keine Herren
und keine, die sich welche wünschen.

Nein!
Ich lass Euch nicht mein Land!

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»Literatur entsteht überhaupt nur aus Widersprüchen, sonst entsteht Langeweile.« – Christa Wolf

 

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